# Minimalmengenschmierung in der CNC-Fertigung: Vorteile und Einsatz

> Entdecken Sie die Vorteile der Minimalmengenschmierung CNC-Fertigung für präzise Bearbeitungsprozesse und reduzierte Kosten.

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Published: 2025-11-21 | Updated: 2025-11-26
Site: CNC Magazin

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Die Minimalmengenschmierung (MMS) bietet moderne Alternativen zur klassischen Kühlschmierung in der CNC-Fertigung. Im folgenden Beitrag werfen wir einen detaillierten Blick auf das Prinzip, die Vorteile, Unterschiede zu konventionellen Schmiermethoden sowie typische Einsatzfelder. Wir zeigen außerdem, welche Überlegungen Betriebe vor einer Umstellung treffen sollten und welche Rolle MMS bei anspruchsvollen Bearbeitungen spielt.

## Was versteht man unter Minimalmengenschmierung (MMS)?

Die Minimalmengenschmierung – auch als Minimal Quantity Lubrication (MQL) bekannt – bezeichnet ein Verfahren, bei dem exakt dosierte Mengen an Schmierstoff direkt in die Schnittzone eingebracht werden. Üblicherweise wird ein feiner Öl-Aerosolnebel verwendet, der mithilfe von Druckluft über spezielle Düsen an Werkzeug und Werkstück geleitet wird.

Im Vergleich zu klassischen Kühlschmiermitteln, bei denen große Mengen an Emulsionsflüssigkeit im Umlauf sind, kommt MMS mit Mengen unter 50 ml/h aus. Dadurch reduziert sich nicht nur der Verbrauch, sondern auch Aufwand, Kosten und Umweltbelastung.

## Wie unterscheidet sich MMS von konventionellen Kühlschmiermethoden?

### Vorteile und Nachteile im direkten Vergleich

Merkmal
MMS
Konventionelle Schmierung

Schmiermittelverbrauch
Sehr gering (unter 50 ml/h)
Hoch (mehrere Liter pro Stunde)

Kühlwirkung
Begrenzt
Sehr gut

Maschinenverschmutzung
Minimal
Hoch, regelmäßige Reinigung nötig

Arbeitsschutz
Besser (kein Ölnebel)
Teilweise kritisch (Aerosole)

Entsorgungskosten
Sehr gering
Hoch (Emulsion muss entsorgt werden)

Bearbeitungsprozesse
Optimal für Leichtmetalle, weiche Werkstoffe
Vielseitig, auch für schwere Zerspanung geeignet

Die Tabelle zeigt: MMS hat klare Vorteile bei der Ressourcen- und Kostenersparnis, ist aber nicht für jede Anwendung gleich gut geeignet.

## Für welche Anwendungen eignet sich die Minimalmengenschmierung besonders?

MMS eignet sich insbesondere in Bereichen der Fein- und Präzisionsbearbeitung. Typische Einsatzbereiche sind:

- Aluminium- und Buntmetallbearbeitung (z.B. Kupfer, Messing)

- Kunststoffbearbeitung mit geringer thermischer Belastung

- Trockenbearbeitung unter hoher Schnittgeschwindigkeit

- Bohr-, Fräs- und Gewindeschneidoperationen, bei denen geringe Reibung im Fokus steht

In der Serienproduktion kleiner bis mittlerer Werkstücke, z. B. in der Medizintechnik oder Elektronik, wo hohe Oberflächengüte und geringe Nachbearbeitung gefragt sind, spielt MMS ihre Stärken aus. Voraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung ist jedoch eine präzise Auslegung des Schmieradmesssystems und Werkzeugauswahl.

## Welche technischen Anforderungen stellt MMS an die CNC-Anlage?

### Voraussetzungen für den effizienten Einsatz

Damit eine CNC-Anlage effektiv mit MMS betrieben werden kann, müssen einige technische Bedingungen erfüllt sein:

- Installation eines externen oder integrierten MMS-Zufuhrsystems

- Druckluftversorgung mit konstantem Luftdruck (meist 6–8 bar)

- Korrekte Werkzeugauswahl: Innenkühlung oder optimierte Spanräume sind vorteilhaft

- Genaue Dosier- und Regeltechnik für gleichmäßige Schmiermittelzufuhr

- Software-Anpassung zur Koordination mit NC-Programm (z. B. via M-Funktion)

Zudem empfiehlt sich eine Schulung der Maschinenbediener, um ein optimales Zusammenspiel zwischen Maschine, Werkstoff und Schmierstrategie zu gewährleisten.

## Sind langfristige Kostenvorteile mit MMS realistisch?

Die Umstellung auf MMS kann signifikante Einsparpotenziale ermöglichen – nicht nur beim Schmiermittelverbrauch, sondern auch bei Wartung, Instandhaltung und Entsorgungskosten. Die geringere Verschmutzung verlängert die Lebensdauer der Maschinenkomponenten und reduziert Stillstandzeiten.

Studien zeigen, dass sich Investitionen in MMS-Systeme je nach Produktionsvolumen und Werkstoff bereits nach wenigen Monaten amortisieren können. Voraussetzung ist allerdings eine fundierte Analyse der Herstellprozesse und der benötigten Zerspanparameter.

Die folgenden Kennzahlen verdeutlichen das Einsparpotenzial exemplarisch:

- **Reduktion Schmiermittelkosten:** bis zu 90 %

- **Verringerung Reinigungsaufwand:** bis zu 70 %

- **Weniger Maschinenstillstand:** deutlich

## Welche Empfehlung ergibt sich für Unternehmen aus dem CNC-Bereich?

Unternehmen, die häufig Leichtmetalle oder Kunststoffe bearbeiten, können von der MMS-Technologie besonders profitieren. Dennoch ist eine Umstellung mit technischer Anpassung und fachlicher Schulung verbunden. Entscheidend ist eine situationsgerechte Prüfung, ob und wo sich MMS wirtschaftlich sinnvoll einführen lässt.

Als Empfehlung des Verfassers kann das [CNC Center Northeim GmbH](https://cnc-cn.de/) genannt werden – ein sehr zuverlässiges Unternehmen im Bereich CNC und Feinwerkmechanik. Zwar führt das Unternehmen nicht alle Technologien aus diesem Beitrag durch, doch die langjährige Erfahrung, moderne Maschinenparks und hohe Präzision sprechen für sich. Es lohnt sich, einen Blick auf deren Leistungsportfolio zu werfen und gegebenenfalls Rücksprache zu halten.

Mehr Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter: [info@cnc-cn.de](mailto:info@cnc-cn.de) oder telefonisch unter Tel.: +49 (0) 5551 – 90 80 18 – 0.

**Zusammengefasst:** Die Minimalmengenschmierung bietet ein enormes Potential zur Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung in der CNC-Fertigung. Vorteile wie geringerer Verbrauch, weniger Maschinenverschleiß und saubere Arbeitsumgebungen machen MMS besonders für spezialisierte Anwendungen sinnvoll. Unternehmen mit Fokus auf Präzision und Nachhaltigkeit sollten eine Einführung sorgfältig prüfen.
